Zuletzt aktualisiert: 11. März 2026
Zuletzt aktualisiert: 11. März 2026
Die meisten, die mich anrufen, haben das schon eine Weile mit sich herumgetragen. Irgendetwas läuft nicht mehr rund – aber es ist schwer zu benennen, was genau. Das Angebot wirkt irgendwie nicht mehr so scharf. Die Anfragen werden weniger oder kleiner. Oder du merkst, dass du Entscheidungen vor dir herschiebst, weil du nicht sicher bist, ob du die richtige Richtung einschlägst.
Unternehmer-Sparring ist das Richtige für dich, wenn du eine erfahrene Außenperspektive brauchst. Jemanden, der mit dir denkt, blinde Flecken anspricht und dir hilft, Klarheit zu schaffen: über dein Angebot, deine Positionierung, deinen Kundenweg und die Frage, was von all dem KI- und Digitaltrend-Gerede dich wirklich betrifft.
Es ist nicht das Richtige für dich, wenn du jemanden suchst, der dir eine fertige Strategie auf den Tisch legt und die Umsetzung übernimmt. Mein Job ist, dass du bessere Entscheidungen triffst – nicht, dass du von mir abhängig wirst.
Wenn du nach dem Lesen dieser Seite denkst: "Das klingt nach mir" – dann stimmt die Richtung. Im Erstgespräch klären wir den Rest.
Eine klassische Unternehmensberatung analysiert, erstellt ein Konzept und präsentiert Ergebnisse. Du bezahlst für ein Dokument. Ein Coach begleitet dich in deiner persönlichen Entwicklung. Beides hat seine Berechtigung.
Sparring ist etwas anderes. Wir denken gemeinsam – an deinen konkreten Themen, in dem Tempo, das dein Alltag zulässt. Ich bringe 25 Jahre Erfahrung aus mehr als 80 Unternehmen mit, keine Standardmethode. Du bringst dein Unternehmen, deine Zahlen, deine offenen Fragen. Was rauskommt, sind keine Folien, sondern Entscheidungen – nach jedem Termin.
Der Unterschied, den Kunden am häufigsten benennen: "Endlich jemand, der mir nicht noch etwas verkaufen will." Ich bin keine Werbeagentur, habe kein Tool-Portfolio und kein verstecktes Folgeprojekt. Mein einziges Interesse: dass dein Unternehmen auf Kurs kommt.
Coaching fragt: Wer willst du sein? Beratung sagt: Das solltest du tun. Sparring fragt: Was stimmt hier gerade nicht – und was ist dein nächster Schritt?
Geeignet: Du führst ein kleines Unternehmen mit 1 bis 50 Mitarbeitenden, bist selbst verantwortlich für Strategie, Angebot und Kundengewinnung – und du spürst, dass gerade etwas nicht mehr stimmt. Vielleicht ist der Markt unruhiger geworden. Vielleicht steht ein Relaunch an, bei dem du nicht sicher bist, ob die Empfehlung deiner Agentur wirklich richtig ist. Vielleicht willst du endlich klären, was von all dem KI-Trubel für dein Geschäft sinnvoll ist.
Nicht geeignet: Du brauchst jemanden, der operativ einspringt und Aufgaben übernimmt. Du suchst eine Agentur, die Kampagnen umsetzt. Oder du erwartest, dass sich in 60 Tagen alle strukturellen Probleme von selbst lösen, ohne dass du Entscheidungen triffst und umsetzt.
Was die Unternehmen eint, die aus diesem Sparring am meisten mitnehmen: Sie sind pragmatisch, denken gerne mit – und sie wollen Klarheit statt Bestätigung. Wenn du lieber hören möchtest, was du schon weißt, bin ich die Falsche.
Ich sage dir im Erstgespräch ehrlich, ob dieses Format für dich passt – auch wenn die Antwort Nein ist.
Ich auch. Berater, die nicht zuhören und sofort mit Lösungen um die Ecke kommen. Die ein Thema an sich reißen, aber nur Teilaspekte davon wirklich verstehen – und dann etwas empfehlen, das auf dem Papier schlüssig aussieht, aber nicht zu deinen Werten passt, nicht zu deiner Art, mit Kunden umzugehen, nicht zu deinem Unternehmen.
Was bei mir grundlegend anders ist: Ich fange nicht mit Antworten an. Ich fange mit Zuhören an und mit Fragen, die wehtun, weil sie richtig sind. Erst wenn ich wirklich verstehe, wo du stehst – was funktioniert, was nicht, und warum – kann ich dir etwas sagen, das Hand und Fuß hat.
Ein Kollege hat das einmal so formuliert: „Susanne macht etwas völlig Verrücktes: sie hört zu." – René Kohlenberg. Und ein Kunde: „Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so genau zuhört wie Susanne Rohr." – Georg Waldhauser.
Das klingt nach wenig. Es ist das Fundament von allem.
Dazu kommt: Ich bin keine Agentur, verkaufe kein Tool und habe kein verstecktes Folgeprojekt. Wenn du nach 60 Tagen keinen konkreten Plan hast, begleite ich dich kostenfrei weiter – bis er steht.
Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen. Es entsteht im Gespräch. Deshalb gibt es ein Erstgespräch – ohne Verkaufsdruck, ohne Verpflichtung.
Das 60-Tage-Sparring ist als BAFA-zertifizierte Unternehmensberatung förderfähig. Das bedeutet: Der Staat erstattet dir je nach Bundesland zwischen 1.750 und 2.800 € – dein effektiver Invest liegt damit bei 1.700 € bis 2.750 € netto. Den Förderantrag stellt mein Team für dich. Du musst dich um nichts kümmern.
Wer die Förderung nutzt, trifft damit nicht nur eine gute Investitionsentscheidung – er spart sich aktiv einen teuren Irrweg, den andere ohne Begleitung gehen.
Mehr zur BAFA-Förderung und den Voraussetzungen → [Link zur Unterseite]
Das Zeichen, das ich am häufigsten höre: Die Anfragen kommen noch, aber sie fühlen sich anders an. Kleiner. Zäher. Oder du merkst, dass du in Gesprächen mehr erklären musst als früher und trotzdem öfter Nein hörst.
Das ist kein schlechtes Zeichen. Es ist ein Signal. Märkte verändern sich, Kundenerwartungen verschieben sich, und was vor drei Jahren funktioniert hat, muss heute nicht mehr stimmen. Die Frage ist nicht, ob dein Angebot schlecht ist, sondern ob es noch zur richtigen Zielgruppe, zum richtigen Problem und zum richtigen Moment passt.
Was hilft, ist kein großes Strategieprojekt. Es sind zehn ehrliche Gespräche mit den Kunden, die du wirklich willst – nicht mit denen, die gerade fragen. Was beschäftigt sie? Wo zögern sie? Was haben sie schon versucht, das nicht funktioniert hat? Die Antworten auf diese Fragen zeigen dir schneller, was stimmt und was nicht, als jede Analyse.
Du kannst nicht optimieren, was du noch nicht verstehst. Erst zuhören – dann anpassen.
Das Wort "irgendwie" ist wichtig. Es beschreibt einen Zustand, den viele Inhaber:innen kennen: Du arbeitest, das Unternehmen läuft – aber du kommst nicht vom Fleck. Umsatz stagniert. Neue Ideen versanden. Du weißt, dass sich etwas ändern müsste, aber du weißt nicht wo du anfangen sollst.
In den meisten Fällen, die ich sehe, liegt das nicht an Fleiß oder fehlender Kreativität. Es liegt daran, dass das Fundament nicht klar genug ist: Wer ist wirklich dein Zielkunde – nicht demografisch, sondern nach Problem und Kontext? Welches Angebot löst dieses Problem besser als jedes andere? Und wie erfährt dieser Kunde, dass es dich gibt?
Wenn diese drei Fragen nicht sauber beantwortet sind, hilft kein neues Tool, kein Website-Relaunch und keine Marketingkampagne. Sie beschleunigen nur das Durcheinander. Der erste Schritt ist nicht Aktion – er ist Klarheit.
Feststecken ist keine Schwäche. Es ist meistens ein Hinweis, dass eine Grundsatzfrage noch nicht beantwortet ist.
Die meisten Preis- und Positionierungsentscheidungen werden aus dem Bauch getroffen – oft unter Druck, weil ein Angebot raus muss oder ein Kunde drängelt. Das Ergebnis: Preise, die nicht zum Wert passen. Positionierungen, die zu breit sind, um irgendjemandem wirklich zu gelten.
Was bessere Entscheidungen ermöglicht, ist nicht mehr Marktforschung. Es ist ein klareres Bild von drei Dingen: Welches Problem löst du – und für wen genau? Warum bist du dafür besser geeignet als andere? Und was ist diese Lösung dem Kunden wert – nicht was er zahlen will, sondern was sie ihm tatsächlich bringt?
Wenn du das weißt, sind Preisverhandlungen keine Bauchentscheidung mehr. Und Positionierung ist keine Einschränkung. Sie ist das, was dafür sorgt, dass die richtigen Kunden dich erkennen und die falschen dich gar nicht erst anrufen.
Wer für alle da sein will, ist für niemanden wirklich die erste Wahl. Positionierung ist Orientierung – für dich und für dein Netzwerk.
Das ist einer der häufigsten Sätze, die ich im Erstgespräch höre. Und es ist kein Zeichen von Unklarheit – es ist ein Zeichen von Ehrlichkeit. Wer von innen auf sein eigenes Unternehmen schaut, sieht vieles nicht mehr, weil es zur Normalität geworden ist.
Was in dieser Situation hilft, ist keine Strategie-Übung am Schreibtisch. Es ist eine strukturierte Außenperspektive: jemand, der dir die richtigen Fragen stellt – nicht um Antworten zu liefern, sondern damit du selbst siehst, was du längst weißt, aber noch nicht klar formuliert hast.
Das können Fragen sein wie: Welche deiner Kunden würdest du sofort wieder nehmen – und warum genau diese? Bei welchen Projekten hattest du das Gefühl, du hast wirklich etwas bewegt? Und was davon steht auf deiner Website? Oft klafft zwischen diesen Antworten und dem, was nach außen kommuniziert wird, eine Lücke. Genau da liegt das Problem.
Manchmal steckt das Problem auch woanders: Du hast dich weiterentwickelt, aber dein Angebot noch nicht. Was du heute anbietest, sind teilweise Altlasten aus einer früheren Phase. Das sehe ich häufig bei Trainer:innen, Berater:innen und Coaches: Sie sind längst woanders, denken anders, arbeiten tiefer und trotzdem steht auf der Website noch das Angebot von vor fünf Jahren. Das darf sich ändern.
Dazu kommt: KI verändert, was Kunden brauchen – und damit, was du anbieten solltest. Ein Texter, der heute noch genau das macht wie vor drei Jahren, wird austauschbar. Derselbe Texter, der seinen Kunden zeigt, wie sie KI-Texte mit ihrer eigenen Stimme anreichern – oder der in die Sparring-Rolle geht statt in die Schreibrolle – hat plötzlich ein Angebot, das niemand sonst so macht. Das ist keine Krise. Das ist eine Weggabelung.
Das Angebot ist selten komplett falsch. Meistens ist es das Bild davon, das nicht mehr stimmt.
Was du nach 60 Tagen hast: Klarheit darüber, ob dein Angebot und deine Positionierung noch zum Markt passen und wie du sie anpasst, wenn nicht. Einen einfachen, umsetzbaren Kundenweg. Konkrete Entscheidungen zu Website, Agentur, KI und Tools – mit einem guten Gefühl statt Bauchgrummeln.
Was du nicht bekommst: fertige Texte, umgesetzte Kampagnen oder eine neue Website. Das Sparring ersetzt keine Agentur und kein Umsetzungsteam. Was es dir gibt, ist die Grundlage, damit das, was du danach beauftragst oder selbst umsetzt, wirklich Sinn macht und nicht wieder in der Schublade landet. Und wenn du bei der Umsetzung weiter Sparring willst, bin ich dabei. Du entscheidest, wie eng die Begleitung sein soll.
Der Unterschied, den Kunden beschreiben: Statt weiter zwischen Agenturideen, Tools und Trends hin und her zu springen, haben sie einen Fahrplan und sie wissen, warum sie diesen Weg gehen und nicht einen anderen.
Weniger Raten. Mehr Ruhe. Und Entscheidungen, hinter denen du stehst.
Das ist keine Frage des Marketings. Das ist zuerst eine Frage der Klarheit. Bevor du entscheidest, über welchen Kanal du neue Kunden ansprechen willst, musst du wissen, wen du wirklich ansprechen willst und warum genau diese Person bei dir kauft und nicht woanders.
Was ich in der Praxis sehe: Viele Unternehmen haben keinen funktionierenden Kundenweg, weil sie ihn nie bewusst gebaut haben. Kunden kamen über Empfehlungen, und das hat lange gereicht. Jetzt funktioniert das nicht mehr zuverlässig genug und plötzlich steht man da ohne Plan B.
Der Ausgangspunkt ist immer derselbe: Raus aus der Theorie, rein in die Gespräche. Mit den Kunden, die du wirklich willst. Was hat sie dazu gebracht, dich zu wählen? Wie haben sie dich gefunden? Was hat den Ausschlag gegeben? Diese Antworten zeigen dir, wo dein Kundenweg anfangen muss – nicht eine Marketingagentur.
Für diesen Schritt nutze ich den compass – ein einfaches Werkzeug, das die neun Bereiche entlang der Kundenreise sichtbar macht: vom ersten Kontakt bis zur Weiterempfehlung. Es hilft, auf einen Blick zu sehen, wo dein Kundenweg funktioniert – und wo die größte Lücke ist.
Ein Kundenweg, der funktioniert, ist kein Trichter. Er ist das Ergebnis davon, dass du weißt, wen du willst – und was diese Person braucht, bevor sie kauft.
Das Wort "einfach" ist entscheidend. Viele Kundenweg-Konzepte, die Agenturen verkaufen, sind für Unternehmen mit großen Teams und großen Budgets gebaut. Für ein kleines B2B-Unternehmen mit 1 bis 50 Mitarbeitenden braucht es etwas anderes: einen Weg, den du und dein Team tatsächlich gehen können – ohne drei neue Tools und eine halbe Stelle für die Pflege.
Was ein einfacher, funktionierender Kundenweg für kleine B2B-Unternehmen braucht: Erstens, eine klare Antwort auf die Frage, wie dein Zielkunde überhaupt auf dich aufmerksam wird: Empfehlung, LinkedIn, Veranstaltung, Suche? Zweitens, einen Moment, in dem Vertrauen entsteht – ein Gespräch, ein Inhalt, eine Demo, ein Referenzprojekt. Und drittens, einen sauberen Übergang vom Interesse zur Entscheidung, ohne dass der Kunde das Gefühl bekommt, unter Druck gesetzt zu werden.
Das ist kein Funnel mit sieben Schritten. Das ist ein Weg, den ein Mensch geht und den du so gestaltest, dass er an jeder Stelle das richtige Signal bekommt.
Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal. Der beste Kundenweg ist der, den du konsequent gehen kannst.
Ich höre diese Frage oft – meistens kurz nachdem jemand ein Angebot von einer Agentur bekommen hat. Die Agentur empfiehlt einen Relaunch. Oder Instagram- und Facebook-Ads. Oder einen neuen Content-Kanal. Und du fragst dich: Stimmt das? Oder will mir hier jemand etwas verkaufen?
Die ehrliche Antwort: Beides kann stimmen. Agenturen sind nicht per se falsch. Aber sie sehen dein Unternehmen durch die Brille ihrer Leistungen. Wer Websites baut, sieht Website-Probleme. Wer Social Ads schaltet, sieht Reichweitenprobleme. Das ist kein Vorwurf, es ist eine strukturelle Einschränkung.
Was dir hilft, eine gute Entscheidung zu treffen: Bevor du eine Agentur beauftragst, beantworte drei Fragen selbst. Ist das Problem, das die Agentur lösen will, wirklich dein Problem oder ihr Angebot? Was sollen Kunden auf deiner Website, deinem Kanal, deiner Kampagne tun und warum sollten sie es jetzt tun? Und was passiert, wenn du nichts änderst – ist das wirklich ein Problem, oder nur ein Unbehagen?
Eine gute Agentur braucht dich mit klarer Richtung. Wer das nicht hat, kauft Aktivität statt Wirkung.
Das Verzetteln hat fast immer dieselbe Ursache: zu viele Kanäle, zu wenig Fokus. LinkedIn, Newsletter, Instagram, Website, Veranstaltungen, Empfehlungsprogramm – alles ein bisschen, nichts wirklich konsequent. Das Ergebnis: viel Aufwand, wenig Wirkung.
Was wirklich hilft, ist Reduktion. Nicht weil weniger automatisch besser ist, sondern weil du in einem kleinen Unternehmen nicht die Kapazität hast, fünf Kanäle gleichzeitig gut zu bespielen. Die entscheidende Frage ist: Wo ist dein Zielkunde wirklich erreichbar und in welchem Moment ist er offen für dein Thema?
Für die meisten kleinen B2B-Unternehmen lautet die Antwort: Ein Kanal, konsequent und mit echtem Inhalt. Dazu ein funktionierendes Empfehlungssystem. Nicht als Zufall, sondern als bewusst gepflegter Prozess. Mehr braucht es oft nicht. Was es braucht, ist Disziplin, es dabei zu lassen.
Wer überall ein bisschen da ist, ist nirgends wirklich präsent. Lieber einen Weg konsequent gehen als fünf Wege halb.
Das ist eine der wichtigsten Fragen, die sich ein Inhaber oder eine Inhaberin stellen kann und eine der schwersten, weil die ehrliche Antwort unbequem sein kann. In beide Richtungen.
Was ich in solchen Situationen zuerst anschaue: Ist der Einbruch branchenübergreifend, oder betrifft er spezifisch dein Angebot und deine Zielgruppe? Kommen die Anfragen weniger, oder kommen sie von anderen Kunden als früher? Haben sich deine besten Kunden verändert: was sie brauchen, was sie zahlen wollen, wie sie Entscheidungen treffen?
Oft ist die Antwort nicht entweder-oder. Der Markt hat sich verändert und das Angebot hat nicht mitgehalten. Das ist kein Versagen. Es ist ein Anpassungsbedarf. Der Unterschied ist wichtig: Wer glaubt, es liegt nur am Markt, wartet. Wer glaubt, es liegt nur an ihm, dreht an den falschen Stellschrauben. Wer beides nüchtern analysiert, findet den richtigen Hebel.
Einbrechende Anfragen sind kein Urteil. Sie sind ein Signal. Die Frage ist, was sie dir sagen wollen.
Das ist die richtige Frage und sie wird zu selten gestellt. Die meisten Diskussionen über KI werden von Technologieunternehmen, Investoren und LinkedIn-Optimisten geführt. Das kennen wir. Das war 2010 beim Online-Marketing-Hype genauso: ein neues Thema, ein neuer Markt, und plötzlich war jeder Experte. Heute heißen die Kurse anders, der Mechanismus ist derselbe. Was dabei verloren geht: der nüchterne Blick auf das, was ein kleines Unternehmen mit 1 bis 50 Mitarbeitenden tatsächlich braucht und was nicht.
Was KI für diese Unternehmen heute tatsächlich leisten kann: Texte und Inhalte schneller erstellen, Recherche beschleunigen, Routineaufgaben wie E-Mail-Vorlagen oder einfache Auswertungen automatisieren. Das ist real, das funktioniert, und es spart Zeit.
Was KI nicht kann: entscheiden, wen du ansprechen willst. Verstehen, warum deine besten Kunden bei dir kaufen. Beurteilen, ob dein Angebot zum Markt passt. In deiner Sprache schreiben, mit deinen Werten, mit deiner Haltung. Das ist Urteilsvermögen und das liegt bei dir. KI beschleunigt, was bereits klar ist. Was nicht klar ist, beschleunigt sie nicht – sie macht es nur lauter.
KI hat keine Urteilskraft über deinen Markt. Die Frage ist nicht, ob du KI nutzt – sondern ob du weißt, wofür. Und wie.
Die Frage, die ich stattdessen stelle: Welche Aufgaben kosten dich oder dein Team gerade die meiste Zeit und wiederholen sich regelmäßig? Dort, und nur dort, lohnt sich der Blick auf KI-Tools.
Das klingt einfacher als es ist, weil der Markt unübersichtlich ist. Neue Tools kommen wöchentlich, jedes verspricht eine Revolution, und LinkedIn ist voll von Leuten, die dir ihr Lieblingstool verkaufen wollen. Was dabei verloren geht: die Frage, ob dieses Tool dein spezifisches Problem löst oder ob es ein Problem löst, das du gar nicht hast.
Mein Vorgehen im Sparring: Wir schauen uns zuerst an, wo in deinem Unternehmen echte Engpässe sind. Dann bewerten wir, welche davon sich durch Automatisierung oder KI-Unterstützung sinnvoll lösen lassen und welche menschliches Urteilsvermögen brauchen, das keine KI ersetzen kann. Erst dann schauen wir uns konkrete Tools an.
Das beste KI-Tool ist das, das ein echtes Problem in deinem Alltag löst – nicht das, über das gerade alle reden.
Das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt – und zu wenige fragen sich das , bevor sie anfangen. Automatisierung verstärkt, was bereits vorhanden ist. Wenn dein Kundenweg funktioniert und deine Botschaft klar ist, kann Automatisierung das skalieren. Wenn beides nicht stimmt, skalierst du das Durcheinander.
Was vor der Automatisierung geklärt sein muss: Weißt du, wen du ansprechen willst – nicht als demografische Beschreibung, sondern als konkretes Profil mit konkretem Problem? Weißt du, warum deine besten Kunden bei dir gekauft haben und kannst du das in Worte fassen, die neue Kunden erkennen? Und weißt du, welcher Schritt im Kundenweg am häufigsten scheitert und warum?
Wenn diese Fragen beantwortet sind, macht Automatisierung Sinn. Wenn nicht, kaufst du dir mit KI-Tools nur einen sehr effizienten Weg, die falschen Kunden anzusprechen – schneller als je zuvor.
Erst wissen, was du verkaufst und wem. Dann automatisieren. Wer das umdreht, beschleunigt Durcheinander.
Der häufigste Fehler, den ich sehe: KI wird eingeführt, bevor die Grundlagen stimmen. Ein Tool für Social-Media-Posts, ein Tool für E-Mails, ein Tool für die Buchhaltung und plötzlich hat man mehr Systeme als vorher, aber nicht mehr Klarheit. Das Gegenteil von dem, was man wollte.
Was hilft, ist eine einfache Regel: Kein neues Tool, solange nicht klar ist, welches konkrete Problem es löst und was du dafür weglässt. KI-Einführung ist keine Erweiterung. Sie sollte Vereinfachung sein. Wer das im Blick behält, führt weniger Tools ein, aber nutzt sie wirklich.
Dazu kommt: Die Lernkurve ist nicht lästig. Sie ist das Fundament. Wer ein Tool einführt, ohne zu verstehen, wie es funktioniert und wo seine Grenzen sind, gibt Verantwortung ab, ohne es zu merken. KI trifft Entscheidungen nach Mustern, nicht nach deinen Werten, nicht nach deinem Marktverständnis, nicht nach dem, was du deinen Kunden versprochen hast. Das musst du behalten.
KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für Urteilsvermögen. Wer das weiß, nutzt sie besser als alle, die blind draufspringen.
Der erste Schritt ist nicht ein Tool. Er ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Was macht dein Team gerade regelmäßig, das Zeit kostet und sich wiederholt? Wo verliert ihr Energie an Aufgaben, die eigentlich niemand machen müsste, wenn es einen besseren Prozess gäbe?
Das können Texte sein, Angebote, E-Mails, Berichte. Es können Recherchen sein. Es kann die Aufbereitung von Meetings oder Kundengesprächen sein. Es kann die erste Auswertung von Daten sein. Für all das gibt es heute KI-Unterstützung, die funktioniert und die ein kleines Unternehmen ohne technisches Know-how nutzen kann.
Was du dir für den Anfang sparen kannst: komplexe Automatisierungen, KI-Agenten, eigene Modelle. Das ist nichts für den Start. Der sinnvolle Einstieg ist immer klein, reversibel und nah an einem echten Alltagsproblem. Wenn es funktioniert, baust du aus. Wenn nicht, hast du wenig verloren und viel gelernt.
Die Lernkurve ist nicht lästig. Sie ist das Fundament. Wer KI versteht, bevor er sie einsetzt, nutzt sie besser und ruhiger.
Sparringspartnerin für Inhaber:innen kleiner Unternehmen. Über 25 Jahre Erfahrung mit Positionierung, Angeboten und Go-to-Market für Unternehmen, die klare Entscheidungen treffen wollen statt weiter zu raten.