

21. Januar 2026 | ☕ 4 Min. Lesezeit
Die Anfragen lassen nach. Also überlegst du: Wie wecke ich mehr Bedarf? Vielleicht die Website überarbeiten, mehr Präsenz zeigen, aktiver auf potenzielle Kunden zugehen.
Das Problem ist nur: Meistens liegt es nicht daran.
Nur: Du kannst nicht bei jedem Bedarf wecken. Und du solltest es auch nicht versuchen.
Bedarf entsteht, wenn jemand ein konkretes Problem hat – und bereit ist, es zu lösen. Wenn beides nicht da ist, weckst du nichts. Du verbrennst Zeit mit Gesprächen, die nirgendwo hinführen.
Die Frage ist nicht: Wie wecke ich Bedarf? Sondern: Bei wem ist der Bedarf bereits da – und wie erreiche ich genau diese Kunden?
Viele Betriebe und Dienstleister haben kein Vertriebsproblem. Sie haben ein Klarheitsproblem.
Sie bedienen zu viele unterschiedliche Kundentypen. Ihr Angebot ist ein Bauchladen – von allem etwas, für jeden etwas. Die Folge: Es kommen Anfragen, aber oft die falschen. Langfristig ist das gefährlich, denn ein solcher Bauchladen ist oft die unsichtbare Ursache für Umsatzeinbrüche, weil die Rentabilität im Kleinkram erstickt.
Dann wird versucht, mit mehr Sichtbarkeit oder besserer Ansprache den Bedarf zu wecken. Aber Bedarf wofür? Für ein Angebot, das nicht klar ist?
Bevor du über Kundengewinnung nachdenkst, brauchen diese Fragen eine klare Antwort:
Nicht "Mittelstand" oder "Unternehmen, die Qualität schätzen". Das sind keine Zielgruppen, das sind Worthülsen. Sondern: Welcher Kundentyp, mit welchem konkreten Problem, in welcher Situation? Und wen schließt du künftig bewusst aus?
Nicht alles, was du kannst. Sondern: Was ist dein Kernangebot mit klarer Kante? Ein definiertes Leistungspaket, ein klares Ergebnis, eine nachvollziehbare Preislogik.
Was unterscheidet dich vom Wettbewerb? Nicht als Werbespruch, sondern als echte Entscheidungshilfe für Kunden, die gerade vergleichen.
Solange diese Fragen offen sind, bringt mehr Akquise wenig. Du holst nur mehr von den Falschen.
Wenn Klarheit da ist, wird Kundengewinnung einfach.
Du weißt, wen du suchst – also erkennst du auch, wo diese Kunden sind und wie du sie erreichst. Du kennst ihr Problem – also kannst du es benennen, bevor sie es selbst aussprechen. Du weißt, was du anbietest – also erklärst du es in einem Satz, ohne Umwege.
Dann weckst du keinen Bedarf mehr. Du sprichst Kunden an, bei denen der Bedarf längst da ist. Die nur noch nicht wussten, dass du die Lösung bist.
Das ist der Unterschied zwischen Akquise, die zäh ist – und Anfragen, die passen.
räume.net einrichten hatte genau dieses Problem: Es kamen Anfragen, aber oft die falschen. Kunden, die verglichen, den Preis drückten, am Ende woanders kauften. Jedes Gespräch war eine Verteidigung.
Die Lösung war nicht mehr Werbung oder ein neuer Vertriebskanal. Die Lösung war Klarheit.
Wir haben die Positionierung geschärft: Wer ist der ideale Kunde, was genau bietet räume.net, warum sollte jemand hier kaufen – zu diesem Preis? Danach wurde die Website nach dieser Logik umgebaut.
Das Ergebnis: Die passenden Anfragen kamen. Keine Preisdiskussionen mehr mit den Falschen. Nicht weil sie mehr Bedarf geweckt haben – sondern weil endlich klar war, für wen sie die richtige Wahl sind.
Hör auf, Energie an Kunden zu verschwenden, die nicht passen. Such die, die dein Problem bereits erkannt haben – und bereit sind, für Qualität zu zahlen.
Dafür brauchst du keine besseren Vertriebstricks. Du brauchst Klarheit: Wer ist dein Kunde? Was ist dein Angebot? Warum du?
Der Rest kommt danach.
Wenn diese Klarheit über dein Angebot erst einmal steht, passiert übrigens noch etwas: Das Verkaufen wird stressfrei. Du musst niemanden mehr "begeistern" oder mit rhetorischen Tricks überzeugen. Wenn die Basis stimmt, brauchst du auch keinen peinlichen Elevator Pitch mehr – ein klarer Filter reicht völlig aus.
Du willst wissen, wo bei dir die eigentliche Lücke liegt?
30 Minuten Gespräch. Kein Verkaufspitch. Wir klären, wo du stehst und was der sinnvollste nächste Schritt wäre.