Frustriert vom Selbstmarketing? Wer als Expertin, Dienstleister, Kreativer oder Inhaber eines kleineren mittelständischen Unternehmens sein Marketing weiterentwickeln möchte, wird etwas verändern müssen und lernt sich spätestens hier haargenau kennen. Und je nach Charakter, kann das eine Achterbahn der Gefühle werden. Aber keine Sorge, ich habe Notfalltropfen dabei.

Als Marketingberaterin ist es mein Job, gemeinsam mit meinen Kunden Strategien zu erarbeiten, um wichtige Geschäftsziele zu erreichen. Wir starten bei den Unternehmern selbst, ihren Wünschen, Zielen, Werten, dem Purpose sowie der Vision.

Erforsche im zweiten Schritt, die Träume, Wünsche und Sehnsüchte der Lieblingskunden und entwickeln daraus Wertangebote, die wirtschaftlich sinnvoll und nachhaltig sind. Zum Schluss überlegen wir uns einen Masterplan dies wirksam zu kommunizieren.

Marketing = Prozess = Veränderung

Du möchtest von A nach B? Dann steig ein, gemeinsam entwickeln wir etwas Besonderes. Keine Kopie der Kopie der Kopie…die Pille wirkt bekanntlich nicht nachhaltig. Und nachdem die digitalen Möglichkeiten gewaltig sind, fischen wir im Selbstmarketing lieber im „Blue Ocean“ als in den von Kollegen völlig überfüllten Gewässern. Wir forschen nach der richtigen Positionierung, den perfekten Angeboten und den wirksamsten Marketingtaktiken.

„Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt was kann!“

Und wer jetzt glaubt, dieser Lernprozess im Selbstmarketing hat nichts mit einem persönlich zu tun, irrt. Denn ohne dich und dein Team, wird das nichts mit der Transformation oder der Veränderung im Unternehmen.

Letzte Woche im Training meinte eine Kundin ein bisschen vorwurfsvoll bezüglich meiner guten Laune: „Man merkt, dass du nicht an deiner Selbstdarstellung arbeitest!“ und ein paar Sätze später: „Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt was kann!“ 

Mit 15 Jahren Berufserfahrung und einem Hochschulabschluss in der Tasche ist sie alles andere als unterqualifiziert. Doch sie war angestrengt, da sie ihr Business neu überdenkt und sich viele Fragen stellen muss.

Kann ich das? Bin ich gut genug? Ich bin dann mal raus… Stop! Wer Selbstmarketing betreibt, macht Marketing in eigener Sache. Hier fängst du an dich intensiv zu hinterfragen, in Frage zu stellen oder manchmal auch an dir zu zweifeln. Das ist ganz normal. Das ist Teil der Veränderung und bringt dich von A nach B – deinem Geschäftsziel.

Volle Fahrt durch das tiefe Tal des Nichtkönnens!

Egal wie du das Tal der Tränen nennst, es ist der Übergang vom Nicht-Können zum Können. 

Veränderung sorgt für Wachstumsschmerzen

John M. Fisher hat dazu 1999 ein anschauliches Modell entwickelt: Personal Transition Curve (Die persönliche Übergangskurve). Die „Personal Transition Curve“ – ist eine Analyse der Art und Weise, wie wir Menschen mit Veränderungen umgehen.

Dieses Modell ist eine Orientierungshilfe für Einzelpersonen, die mit persönlichen Veränderungen zu tun haben sowie für Manager und Organisationen, die Mitarbeiter bei der Bewältigung persönlicher Veränderungen unterstützen. Als Beraterin habe ich Fisher´s Modell immer zur Hand, wenn der emotionale Durchhänger kommt. Und der kommt!

Es hilft dir den Prozess zu verstehen, den du durchläufst, wenn du etwas veränderst, um nicht sofort die erstbeste Exit-Strategie – „Bloß raus hier“ zu wählen, damit du dein gewünschtes Ziel auch erreichst.

Transition-Curve-Fisher


Bloß weg hier! Welche Selbstmarketing Exit-Strategie ist deine?

Sobald die ersten Schwierigkeiten auftauchen, denken wir Menschen insgeheim über Exit-Strategien nach. Jeder der einmal mühsam mit dem Joggen begonnen hat, weiß was ich meine: nach Möglichkeiten suchen, auszubüxen und schön alles beim Alten zu lassen.

Im Selbstmarketing könnte das sein WordPress zu lernen, Videos zu schneiden, Webinare zu halten, Podcasts zu produzieren, Social Media Posts zu verfassen etc. Die Liste der Lernfelder ist endlos und reißt auch nicht ab. Es ist besser sich daran zu gewöhnen und im Veränderungs-Training zu bleiben.

Achterbahn-der-Emotionen
Achterbahn der Gefühle

Selbstmarketing: Typische Exit-Gedanken und die Emotionen dazu

  • Das ist kniffliger, als ich dachte! (Wut)
  • Veränderung! Wieso?! Es geht doch so auch irgendwie…! (Wut nach Außen)
  • Sollte ich das wirklich machen?! (Wut nach Innen und Schuldgefühle)
  • Wer bin ich?! (Depression)
  • Ich ziehe das durch, auch wenn es mich kaputt macht (Feindseligkeit)
  • Ich bin raus! Das ist nichts für mich (Desillusion)
  • Ich kann mich in der Zukunft sehen (Teilweise Akzeptanz)
  • Das kann funktionieren und erfolgreich sein (Vorankommen/Selbstzufriedenheit)

Wie du mit deinen Emotionen umgehst, entscheidet über den weiteren Verlauf der Kurve und dem Ausmaß der Auswirkungen auf dein Selbstverständnis. Du hast es in der Hand.


In 2011 bin ich zur beruflichen Weiterbildung nach Florida geflogen und in dem 3-tägigen Marketing-Workshop gab es eine Metapher, die sich mir eingeprägt hat:


„Du stehst am digitalen Bahnhof und entscheidest, ob du in den Hochgeschwindigkeitszug einsteigst oder am Bahnhof zurück bleibst“. 


Das ist ein Bild, das ich immer im Kopf habe, wenn ich über die enormen Veränderungen und Geschwindigkeiten nachdenke, die die digitale Transformation mit sich bringt. Und ja, ich will im Hochgeschwindigkeitszug sitzen.


Wenn du verstehst, welche Gedanken und Emotionen dich leiten, wird es dir helfen, eine größere Veränderungsbereitschaft an den Tag zu legen. Die brauchst du in der Digitalisierung!


Speichere dir meine Achterbahn Zeichnung ab und nimm sie dir zur Hand, wenn du die Achterbahn runtersaußt. Es wird dich motivieren, dein nächstes Ziel zu erreichen und dabei liebevoll deine kleinen Blessuren der schnellen Fahrt zu versorgen und wieder aufzustehen.


Und wenn du eine Sparringspartnerin möchtest, die dich in dem Marketingprozess ordentlich anschubst, ich bin da.
„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.“ Charles Darwin


Was sagst du zur Achterbahn der Emotionen?


Viele Grüße
Susanne